Google Maps gab eine Zeit von knapp 40 Minuten für die Fahrstrecke bis Ajaccio vor. Da wir davon ausgingen, das Parkplätze im Stadtkern rar sind fuhren wir gegen halb 11 Uhr hier los. Wie sich später heraus stellte war das gut so.
Die erste Hürde.. die vielen Kreisverkehre meisterten wir mit Bravour..die werden ja in Frankreich anders gefahren als in Deutschland. Bis ins Stadtzentrum sind wir auch ohne Probleme gekommen..und dass es dort Parkplätze gibt, darüber hatte ich mich informiert. Aber das nahezu im gesamten unmittelbaren Stadtkern auf diesen für die Autos eine Höhenbeschränkung von 1,90m galt, hatte ich irgendwie nicht gecheckt.. da halfen auch 3 Runden durch die Innenstadt nichts, wir waren mit unserer Dachbox ein ganzes Stück zu groß . Also weiter suchen. Schließlich fanden wir einen Platz, auf dem auch wir stehen konnten, der war aber voll..also warten bis jemand weg fuhr..das hat schließlich auch geklappt. Frohgemut ging ich zum Automaten, um den Parkschein zu ziehen, ich kannte ja das Prozedere schon von Bastia... denkste.. hier war bei der Sprachauswahl deutsch nicht dabei. Ich bat ein Ehepaar uns zu helfen..und beim 2. Anlauf hatten wir dann auch den Parkschein.
Ticket abholen und schön Mittag essen. Diesmal gab's für uns beide eine Pizza..mit 3erlei Käse..war lecker.
Pünktlich 14:15 Uhr fuhr unser gelber Bus los, die Erklärungen waren in Französisch, in Englisch und in Deutsch.
Ajaccio ist ein kleines ( knapp über 70 Tausend Einwohner), gemütliches und malerisches französisches Städtchen. Es liegt in einer kleinen Bucht an der Küste. Es ist nicht nur ein malerisches Kurort, sondern auch ein berühmtes historisches Zentrum, denn Ajaccio ist die Heimat von Napoleon.
Unsere Rundfahrt begann am Place de Gaulle, dessen Hauptverzierung das Denkmal von Napoleon Bonaparte ist.
Ungeachtet dessen, dass Napoleon in der Stadt nur 9 Jahre gelebt hat, ist er eines der wichtigsten Symbole der Stadt, man begegnet "ihm" auf Schritt und Tritt.
In der Nähe dieses Platzes befindet sich auch das Rathaus.
Aus dem fahrenden Bus heraus zu fotografieren war gar nicht so einfach, auch wenn der Bus an wichtigen Stationen kurz hielt.
Mein Eindruck von dieser Stadt..basierend auf dem was ich bisher gesehen hab:
Die Innenstadt wird von schmalen, schattigen Gassen mit mehrstöckigen alten Häusern geprägt. In den umliegenden Vierteln finden sich großzügige Boulevards mit prachtvollen Villen. Die Fassaden der Häuser sind meist in warmen Rot-, Orange- und Gelbtönen gehalten.
Die Westseite ist von Hafen geprägt. Leider hab ich da keine schönen Bilder.
Was mich auf dieser Rundfahrt noch sehr beeindruckt hat..wie eigentlich überall auf Korsika..war der Friedhof.
Auf unserer Rundfahrt sind wir am südlichen Uferboulevard am Rande des Innenstadtbereichs an einem mit vielen, teils monumental gestalteten Familiengrabkapellen vorbeigefahren.
Hier befindet sich auch eine kleinere Grabkapelle für den im Ort geborenen Sänger Tino Rossi. Außerhalb des Friedhofs liegt eine Reihe großer Kapellen.
Dann ging es weiter zur westlichen Landspitze Pointe de la Parata, dort sahen wir wieder einem genuesischen Wachturm. Zu diesem Turm wollten wir eigentlich am Vortag fahren. Jetzt wurde uns wieder bestätigt, dass unsere Entscheidung, das zu Kanzeln richtig war.. der Fußmarsch war bei diesem Temperaturen zu lang.. Aber wir sahen auch, dass uns dessen Anhöhe einen sagengaften Rundblick in die erweiterte Bucht von Ajaccio, in die Berg- und Küstenlandschaft südlich davon, bis hinüber zu der Inselkette der iles Sanquinares hinaus aufs offene Meer geboten hätte Wer gut zu Fuß ist, kann dort wunderbar wandern. Aber man kann nicht alles haben.
Nun hatten wir einen Eindruck von der Hauptstadt, tranken einen Frappe, marschierten zum Auto und ...mit einem Zwischenstop an einem Supermarkt... wir brauchten so einiges ...waren wir kurz nach 19 Uhr am Zelt. Mein Walter ist wieder sicher und souverän gefahren..und ich war ihm ein guter Navigator.
Wieder stellten wir fest
Korsika ist eine tolle Insel und wir seit 58 Jahren ein super Team.