Die Geschäfte liegen hier im Osten der Insel alle dicht beieinander und an der Hauptstraße, sodass wir kurze Wege haben.
Auf dem Campingplatz zurück bringt Walter erstmal die Plane an, damit wir das angekündigte Gewitter am Donnerstag unbeschadet überstehen.
In der Feuchtschwüle des Mittags hielten wir Siesta.
Gegen halb 3 fuhren wir los, um einzukaufen und eventuell etwas zu essen. Wir suchten unter anderem auch eine Fleischerei, in der das Fleisch dieser besonderen Schweine verkauft wird. Aber da die Hauptsaison vorbei ist, hatten alle Geschäfte in der Nähe schon geschlossen. Nicht schlimm, wir nahmen uns etwas zum Bräteln aus dem Spar mit. Der Einkauf war erledigt..und eine kleine Gaststätte an der Straße hatte auch über Mittag auf.Wie bestellten 2 Kaffee und zwei Weißbrotschnitten mit Tomaten und Feta.. überbacken..war total lecker und dem Wetter angepasst.
Da heute nicht allzuviel passiert ist, ist etwas Platz für eine interessante Information, die eigentlich gestern mit in den Bericht gehört hätte:
Die Castagniccia..eine weitere Landschaft ganz in der Nähe unseres jetzigen CP und die "großen Schwester" der Cornice ist genau wie die Cornice ein uriger Wald aus Kastanienbäumen, in einer sanften Hügellandschaft, urigen kleinen Bergdörfern, frei laufenden Schweinen und Kühen und einem Netz aus engen Straßen.
„Kastanienhain" wird das Gebiet auch genannt.... und vielleicht fahren wir.morgen doch noch hin. Wir machen es wetterabhängig.
Diese Castagniccia war einst die „Kornkammer“ der Insel. Die kleinen "Stechigel" waren das Hauptnahrungsmittel der Korsen. Daher wurde die Kastanie auch „Brotbaum“ genannt. 1584 befahlen die zu dieser Zeit herrschenden Genuesen den ansässigen Bauern die Anpflanzung von Kastanien, Maulbeerbäumen, Rebstöcken oder Olivenbäumen. Ende des 18. Jhd. waren 70% der Castagniccia mit Kastanienbäumen bestückt. Auch heute noch ist sie die wichtigste Region der Insel für die Produktion von Kastanienmehl zur Weiterverarbeitung von z.B. Polenta und natürlich dem korsischen Kastanienbier Pietra, das mir übrigens gut schmeckt.
Diese Gegend hat darüber hinaus einiges zu bieten: Ein Wanderwegnetz, Temperaturen, die angenehmer sind als an der Küste. Und sicher ist es auch im Herbst hier schön, wenn sich das Laub der Bäume färbt und die Kastanienernte stattfindet.
Alles in allem Gründe für uns, Camping U Punticchiu auszusuchen...neben der Nähe zum Meer selbst verständlich.
Den späten Nachmittag nutzen wir noch für ein Bad im Meer.