Was war bei uns heute los?
Der Wetterbericht verhieß mal morgens 7 Uhr einen wolkenlosen Himmel, also stellte ich mir den Wecker, um einen grandiosen Sonnenaufgang zu fotografieren. Na denkste.. es hat sich trotzdem gelohnt, so früh aufzustehen.
Bis Mittag verlief der Tag ziemlich unspektakulär..mit Aufräumen, Frühstücken, Gesprächen auf dem Campingplatz.
Dann hatten wir uns überlegt, doch noch eine kleine Runde durch die Castaniccia zu fahren. Unser Ziel war das kleine Dorf Piedicroce mit seiner Kirche und die Ruinen des Klosters Orazza. Google sagte uns eine Fahrzeit von ca 40 min voraus.
Doch wir wussten schon, in dieser Zeit ist das eh nicht zu schaffen.. die Straßen sind schmal und kurvig..aber wir hatten einen Richtwert.
12 Uhr starteten wir unseren Ausflug. Erst ging es also ein Stück die T10 und ab Foleli führte uns die D506 immer am Fluss Fium' Alto entlang und durch den wunderschönen nationalen Naturpark Korsika.
Ein wunderschönes Tal brachte uns durch herrliche Wälder dem Zentrum der Castaniccia näher. Am Weiler Stazzone ging's durch enge Gässchen und vorbei an diesem herrlichen Glockenturm.
Hinter Stazzone schraubte sich die Straße in endlosen Serpentinen auf gut 700m Höhe bis zum Ort Piedicroce hoch. .wir hatten dabei ständig den Blick auf endlose Wälder, kleine Bergdörfer und natürlich das Gebirge im Inselinneren. Einfach grandios.
Dieses nur noch 80 Einwohner zählende Dorf hat sogar eine eigene Poststation und ein Hotel. Hauptattraktion ist aber die barocke Kirche Saint-Pierre et Saint-Paul aus dem 17. Jahrhundert. Sie sieht schon von außen gewaltig aus..aber beim Betreten hat es mir fast den Atem verschlagen..so gewaltig und prunkvoll ist diese Kirche ausgestattet.
Für Interessierte barockkirche
zum Nachlesen.
Ansonsten einfach ein paar Eindrücke:
Auch dazu gibt es eine Geschichte:
"Eine echte Sehenswürdigke ist die imposante Ruine des 1485 gegründete Franziskanerklosters Couvent d’Orezza ... Auch hier wurde Widerstandsgeschichte geschrieben:
Im Jahr 1735 riefen Gianpietro Gaffori, Giancinto Paoli und Andrea Colonna Ceccaldi aufeiner Volksversammlung im Kloster die Unabhängigkeit Korsikas aus; nur wenige Jahre später (1751) wurde im Konvent die korsische Verfassung
verabschiedet und Gianpietro Gaffori zum Präsidenten gewählt. 1943 wurde das Konvent durch deutsche Luftangriffe vollkommen zerstört."
Und wieder haben wir viel gesehen und über die Geschichte Korsikas erfahren. Ich habe immer unseren Reiseführer mit, Google unterwegs und übersetze mit dem Google Übersetzer und seiner Kamerafunktion die Hinweistafeln..dadurch kommen wir gut zurecht.
Nun ging's die Serpentinen wieder runter,
Damit gehen unsere Entdeckungen auf Korsika zu Ende. Am Freitag geht die Fähre zurück..bis dahin wird relaxt, gepackt und die wunderschöne Exkursion nochmal überdacht.