Wir - Walter und Dagmar - zwei neugierige und rüstige Rentner (83 und 78 Jahre jung) wollen noch einmal mit Auto und Zelt ein Stück unserer schönen Welt erkunden. Auf der Agenda steht unsere Trauminsel KOSRIKA. Schön, dass du uns dabei begleitest.

Sonntag, 3. September 2023

Tag 5 - Freitag, den 01.09.2023

Guten Abend oder guten Morgen lieber Leser. Wir hatten heute wieder einen wundervollen Tag. 
Von unserm Campingplatz sind 2 Strände fußläufig zu erreichen, Bodri..da waren wir gestern Abend noch und Ghjunchetu, zu dem marschierten wir heute morgen noch vor dem Frühstück. Der Weg ist einen guten km lang und geht durch die Macchia.  Was ist Macchia fragt ihr jetzt, gell. Eigentlich in 1. Linie ein undurchdringlichen Gestrüpp aus Rosmarin, Lavendel, Myrte, und und und.. sie duftet wunderschön...aber der Weg zu den Stränden wird freigehalten.
Der Strand, der uns heute morgen erwartetel war noch schöner..feiner weißer Sand, bewachsene Berge und türkis- farbenes Wasser und es wurde  nicht so tief. Wir fühlten uns pudelwohl und auch das Schwimmen klappte wieder beim Wellengang.
Hier reißt ein wenig ein Lodderleben ein..nach Wanderung und Schwimmen wurde  erstmal relaxt. Gegen 11 Uhr gab's Frühstück..und dann wieder einfach faulenzen und genießen.
Meinen Blog von gestern fertig schreiben.
Gegen 15 Uhr wollten wir aber doch noch mal los..ich hatte ja Zuhause schon ein wenig recherchiert und hatte vorgeschlagen eine kleine Runde durch die Bergdörfer der Balange zu drehen. Und so machten wir das auch.
Die 1. Station auf unserer Rundfahrt war das Dorf Corbara.
Kurz  hinter Corbara entdeckten wir einen alten Friedhof. Beerdigungsrituale und Grablegungen  in anderen Ländern interessieren uns immer sehr. Ganz interessant dazu ist folgender Artikel. 
Das 2. Dorf auf unserer Runde war Pigna. Es ist ein kleines Fußgängerdorfund stammt aus dem Jahre 862. Pigna ist mit kleinen Kunsthandwerkslä und den  blauen Fensterläden ein großartiger Ort zum Entdecken..sagte mein Reiseführer..aber wir schauten uns nur die Silhouette  an.
Charakteristisch sind die blauen Fensterläden .
Wir fuhren durch Aregno und machten einen Stop an einem kleinen romanisch-pisanischem Kirchlein aus dem 13. Jahrhundert, das inmitten eines alten Friedhofs steht. Auffallend ist sein polychromes Mauerwerk.
Dann ging es noch hoch ins Dorf Sant 'Antonino. Es ist eines der ältesten Dörfer Korsikas und wurde im 9. Jahrhundert begründet. Es befindet sich auf einer Anhöhe von 500m über dem Meeresspiegel. Seine Häuser liegen ganz nah beieinander und bilden ein Labyrinth aus engen Gassen, um gegen Angreifer geschützt zu sein.
Das Dorf liegt wie ein Adlerhorst oben auf der Spitze eines Berges.
Wir mussten das Auto draußen stehen lassen und liefen gut 45 Minuten durch die engen Gassen
Es war anstrengend aber wir fühlten uns wie aus der Zeit gefallen. Alles so authentisch.
Der Aufstieg ins Dorf.
zum Abschluss des Rundganges gab es noch einen Kaffe und ein Stück Gebäck, das oben im Dorf gebacken wurde. 
Nach Relaxen, Setzen lassen der ganzen Eindrücke und einem kleinen Snack zum Abendessen..begossen wir mit einem Gläschen Wein was wir heute wieder bewältigt haben. So ganz nebenbei.. die Straßen in die Dörfer waren schmal, zum Teil ohne Begrenzung und die Korsen fahren einen flotten Stiefel. Also war voller Konzentration angesagt.

PS:
Ich sitze kurzärmlig noch vor dem Zelt..der Mond..mein Freund..schaut mir beim Schreiben zu. Ich genieße die Stille und freue mich auf morgen. 
Tschüss 

Tag 7 - Sonntag, den 03.08.2023

Wir haben in den letzten 6 Tagen soviel gesehen und erlebt, dass wir beschlossen, heute einen faulen Tag einzulegen, um alles erst einmal zu verarbeiten. Wir gingen daher auch morgens nicht an den Strand, sondern frühstückten in aller Ruhe von halb 9 Uhr an vorm Zelt in der Sonne.
Dann ließen wir die vergangenen Tage Revue passieren und überlegten, was wir von hier aus noch unternehmen, was wir canceln  und wann wir weiterziehen. Ich hatte zwar noch ein paar Touren vorbereitet..aber die liegen alle auf schmalen, engen Straßen, auf denen man nur sehr langsam voran kommt und höllisch auf den Gegenverkehr aufpassen muss. Deshalb bekam unter anderem die Route "Bodri - zurück nach Bastia - und einmal ums Cap Corse" den Stempel "zu anstrengend" aufgedrückt. Zumal wir einen großen  Teil dieser wunderschönen Strecke bereits am 1. Tag schon gefahren sind. Mindestens 5 Stunden reine Fahrzeit für diese Tour auf den schmalen Straßen wollten wir uns nicht antun, wir müssen niemanden etwas beweisen.
Morgen werden wir aller Voraussicht nach mit der Bahn  nach Calvi fahren und am Dienstag zum Camping le Sud weiterziehen.
Mittagessen wurde diesmal gekocht. Ich hatte Nudeln und Bierschinken von Dermbach mitgebracht und hier Tomaten gekauft, da kann man immer etwas wohlschmeckendes draus zaubern. Reibekäse von der Ziege habe ich hier bekommen.
Anschließend abwaschen, Relaxen, Badesachen zurechtmachen und gegen 16:30 Uhr an den Strand.
in der kleinen Strandbar einen Kaffee trinken, ein Eis essen..
Und ein Plätzchen am Strand suchen. Heute war er richtig voll.
Es war herrlich zu schwimmen.. und wir blieben bis gegen 19 Uhr.

Wieder war ein schöner Tag fast zu Ende.

Resümee