Von unserm Campingplatz sind 2 Strände fußläufig zu erreichen, Bodri..da waren wir gestern Abend noch und Ghjunchetu, zu dem marschierten wir heute morgen noch vor dem Frühstück. Der Weg ist einen guten km lang und geht durch die Macchia. Was ist Macchia fragt ihr jetzt, gell. Eigentlich in 1. Linie ein undurchdringlichen Gestrüpp aus Rosmarin, Lavendel, Myrte, und und und.. sie duftet wunderschön...aber der Weg zu den Stränden wird freigehalten.
Der Strand, der uns heute morgen erwartetel war noch schöner..feiner weißer Sand, bewachsene Berge und türkis- farbenes Wasser und es wurde nicht so tief. Wir fühlten uns pudelwohl und auch das Schwimmen klappte wieder beim Wellengang.
Hier reißt ein wenig ein Lodderleben ein..nach Wanderung und Schwimmen wurde erstmal relaxt. Gegen 11 Uhr gab's Frühstück..und dann wieder einfach faulenzen und genießen.
Meinen Blog von gestern fertig schreiben.
Gegen 15 Uhr wollten wir aber doch noch mal los..ich hatte ja Zuhause schon ein wenig recherchiert und hatte vorgeschlagen eine kleine Runde durch die Bergdörfer der Balange zu drehen. Und so machten wir das auch.
Die 1. Station auf unserer Rundfahrt war das Dorf Corbara.
Kurz hinter Corbara entdeckten wir einen alten Friedhof. Beerdigungsrituale und Grablegungen in anderen Ländern interessieren uns immer sehr. Ganz interessant dazu ist folgender Artikel.
Das 2. Dorf auf unserer Runde war Pigna. Es ist ein kleines Fußgängerdorfund stammt aus dem Jahre 862. Pigna ist mit kleinen Kunsthandwerkslä und den blauen Fensterläden ein großartiger Ort zum Entdecken..sagte mein Reiseführer..aber wir schauten uns nur die Silhouette an.
Wir fuhren durch Aregno und machten einen Stop an einem kleinen romanisch-pisanischem Kirchlein aus dem 13. Jahrhundert, das inmitten eines alten Friedhofs steht. Auffallend ist sein polychromes Mauerwerk.
Dann ging es noch hoch ins Dorf Sant 'Antonino. Es ist eines der ältesten Dörfer Korsikas und wurde im 9. Jahrhundert begründet. Es befindet sich auf einer Anhöhe von 500m über dem Meeresspiegel. Seine Häuser liegen ganz nah beieinander und bilden ein Labyrinth aus engen Gassen, um gegen Angreifer geschützt zu sein.
Das Dorf liegt wie ein Adlerhorst oben auf der Spitze eines Berges.
Es war anstrengend aber wir fühlten uns wie aus der Zeit gefallen. Alles so authentisch.
zum Abschluss des Rundganges gab es noch einen Kaffe und ein Stück Gebäck, das oben im Dorf gebacken wurde.
Nach Relaxen, Setzen lassen der ganzen Eindrücke und einem kleinen Snack zum Abendessen..begossen wir mit einem Gläschen Wein was wir heute wieder bewältigt haben. So ganz nebenbei.. die Straßen in die Dörfer waren schmal, zum Teil ohne Begrenzung und die Korsen fahren einen flotten Stiefel. Also war voller Konzentration angesagt.
PS:
Ich sitze kurzärmlig noch vor dem Zelt..der Mond..mein Freund..schaut mir beim Schreiben zu. Ich genieße die Stille und freue mich auf morgen.
Tschüss