Du merkst schon mein Tagesbericht vom Sonntag kommt etwas später..gestern Abend war ich zum Schreiben einfach zu kaputt. Wie gesagt, gestern war der 2. Umzug und hier ist es noch sommerlich warm. Wir waren, wie geplant, gegen 14 Uhr am Zeltplatz, aber die Rezeption hat in der Nachsaison von 12 Uhr bis 16 Uhr geschlossen.. Pech für uns.
Nun zum Tag.
Wir begannen in der Kühle des Morgens halb 8 Uhr einzupacken, was noch im Zelt war, die Luft aus Betten, Isomatten rauszulassen, sie möglichst klein zusammenzurollen und zum Auto zu tragen. Diesmal war der Weg etwas weiter, denn unser Auto stand nicht direkt neben dem Zelt, da hatte sich noch ein Pärchen mit seinem Zelt dazwischen gedrängt, als wir in Ajaccio waren. Was soll's.
Vom Zelt die Luft ablassen, auch das möglist klein zusammenrollen, damit es in die Tasche passt. Beim Tragen der Tasche zum Auto half uns der junge Mann, der uns den Weg zum Auto mit seinem Zelt "versperrt" hatte.
Waschen, umziehen, bezahlen, 9:30 Uhr war Camping le Sud Geschichte. Ein Platz mit ca. 200 Stellplätzen, terrassenförmig angelegt mit viel Schatten und einem Blick aufs Meer und wie schon geschrieben ..wunderbaren Möglichkeiten zum Einkauf.
Wir frühstückten nebenan in der Bäckerei und 10 Uhr ging's in Richtung Süden.
Die gesamte Strecke war 110km lang, dafür wurden 2h 13min veranschlagt. Die erste Hälfte der Strecke führte uns aber über die D55, die D155, die D355 und die D157 bis kurz hinter Propriano, alles schmale Straßen durch die kleinen Orte am Strand..und da wir an der Westküste sind, ging es kurvenreich immer hoch und runter..und verlangte volle Konzentration ..Wo es möglich war, legten wir einen Stopp ein,
einfach zum Gucken.
Auf dieser Strecke fanden wir wieder die Aussage bestätigt "Den Westen Korsikas könnte man als das "Gebirge im Meer" bezeichnen." Hier sahen wir kleine Kieselstrände und Buchten, umrahmt von zerklüfteten Felsklippen. Die Region verfügt über eine große landschaftliche Vielfalt und begeistert mit ihrem ursprünglichen Hinterland.
Hinter Propiriano ging es auf die T30 Richtung Sartene und Bonifacio weiter.
Auf unserer Agenda stand ein kleiner Abstecher zu einer wunderschönen alten Genueser Brücke, wahrscheinlich eine der ältesten auf Korsika der "Spin A Cavallu".(was soviel heißt wie Pferderücken).
Weiter gehht es nun die T40 Richtung Bonifacio. Die Strecke führt über die Bocca Albitrina und dann ins fruchtbare Ortolo-Tal. Der Löwe von Roccapina begleitet uns ein ganzes Stuck
Oben am Aussichtspunkt auf der Bocca di Roccapina sind wir an einem Restaurant vorbeigefahren. Aber der Parkplatz war sehr voll, weil viele Leute hier halten, um die herrliche Gebirgslandschaft zu fotografieren.Das ist wieder so eine spektakuläre Straße, auf der man immerzu halten möchte, um diese imposante Mischung aus Meer, Felsen, Gebirge auf die Speicherkarte zu bannen.
Der weitere Streckenverlauf entlang der Südwestküste ist äusserst aussichtsreich. Am Horizont erblickt man gar Sardinien..
Wie gesagt man möchte immer stehenbleiben. Aber wir müssen ja auch noch ein Zelt aufbauen und einräumen.
Gegen 14 Uhr waren wir am Campingplatz.. aber wie schon geschrieben, leider hatte die Rezeption Mittagspause und wir kamen mit dem Auto auch nicht auf dem Platz. Zwangspause. Wir schauten uns schonmal den Platz an und aßen nebenan eine Kleinigkeit
Kurz vor 17 Uhr standen wir auf dem Platz, an dem nun unser Zelt steht.19 Uhr war alles fertig. Dann Abendessen, Duschen und mit dem Kopf voller neuer schöner Bilder auf das Zeltbett.
14 wunderschöne auch anstrengende Tage sind vorüber.